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Archive for the ‘Fremde Federn’ Category

EIN MENSCH, WIE STOLZ DAS KLINGT.

13. April 2020 8 Kommentare

Häää? … nee, find‘ ich nicht.

Dieser Satz, ein wohl bekanntes Zitat aus Maxim Gorkis Stück „Nachtasyl“, russisch „Am Boden“, wurde uns Schülern im Fach Literatur gerne als ein Beispiel revolutionären Geistes im Schaffen des Künstlers präsentiert. Keiner hat das Stück so richtig gelesen, schon gar nicht auf Russisch.

Den Druck der deutschsprachigen Fassung hat Gorki übrigens persönlich überwacht, damals in Wittenberg.

Wir bemühen nun aber das Original.

Dort beginnt der Protagonist Satin, ein Mensch ohne Eigenschaften, umgeben von lauter gescheiterten Existenzen, seine Rede mit:

„Wenn ich betrunken bin, gefällt mir alles.“ (Wer kennt das nicht ?)

Er wundert noch ein bisschen herum, über die Bedeutung des Menschen ansich, um dann die, für uns entscheidenden, Worte zu sprechen:

„Mann des Jahrhunderts. Das ist … großartig. Das klingt … stolz. Mann des Jahrhunderts. … Darauf lasst uns trinken Baron.“

Nicht человек = ein Mensch also, sondern чело – век = Mann des Jahrhunderts: Diese Wortspielerei gibt der Sache einen Sinn, da geh‘ ich mit.

Fazit: Der revolutionäre Geist entstammte in diesem Fall eindeutig der Flasche.

Wieder etwas gelernt und hoffentlich richtig interpretiert … Выпьем за это …!

PS: Auf dem Bild sehen wir Ernst Busch, Schauspieler und Sänger, in der Rolle des Satin.

VERPFLICHTET

25. Juni 2018 14 Kommentare

„Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein.“

Nicolás Gómez Dávila
Kolumbianischer Philosoph

NEIN-SAGER

9. Januar 2018 4 Kommentare

… denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.

Kurt Tucholsky

WIR BRAUCHEN EIER

27. Dezember 2017 16 Kommentare

Du hast Feinde?
Gut.
Es bedeutet, dass du für etwas aufgestanden bist, irgendwann in deinem Leben.

Winston Churchill

UNS’RE TÄGLICH‘ HYSTERIE GIB UNS HEUTE …

31. Juli 2017 7 Kommentare

Zeitungsinterviews habe ich an dieser Stelle, glaube ich, noch nicht veröffentlicht.

Das derzeitige Geschrei um’s Abgas hat mich nun aber doch bewogen, einmal etwas Kompetenz zu diesem Thema einzuholen, da es mir wissenswert erschien, von welchen Grenzwerten die Rede ist, wie diese zustande kommen und wie sinnvoll diese Reglementierung überhaupt ist.

Das nachfolgende Interview der Dresdner Neueste Nachrichten mit Prof. Matthias Klingner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) in Dresden hat mir diese Fragen beantwortet und auch vor Augen geführt, in welchem Maße dieses Thema ideologisch vereinnahmt wird.

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