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Archive for the ‘Eigen(artig)e Gedanken’ Category

SPIELVERDERBER

4. Januar 2017 6 Kommentare

Intelligenz und Dummheit schließen einander scheinbar aus. Dem ist längst nicht so. Paart man die beiden, erhält man nämlich was? – Eine Ideologie.
Die Trennlinie verläuft eher etwas weiter südlich, zwischen Venunft und Unvernunft.
Ideologie ist erwiesenermaßen Unvernunft, ist Utopie, aber aufregend, weil sie die Phantasie beflügelt und Abenteuer ohnegleichen verspricht.
Vernunft dagegen steht für das Altbewährte, für die ungeschminkte Wirklichkeit, für den Fortbestand, für Langeweile …
Aus diesem Grund nennen die Unvernünftigen die Vernünftigen etwas abschätzig „besorgte Bürger“, „Hetzer“, „Hasser“, eventuell „Zweifler an der guten Sache“, später dann auch gern „Gesinnungslumpen“ …

Spielverderber halt.

OPIUM

2. Mai 2016 10 Kommentare

Gern erinnere ich mich an Menschen, die jederzeit zum Disput bereit, mir viele originelle Denkanstöße gegeben haben.

Etliche von ihnen haben das Denken, zumindest das freie, ganz ohne Not eingestellt.
Einmal in den Hauptstrom eingetaucht, überkam sie bald der feste Glaube, immer noch stromaufwärts unterwegs zu sein. Sehr schade …
Die Strömung hat sie schon meilenweit mit sich fort gezogen.

Den Wert des freien Denkens kann wahrscheinlich nur der so recht ermessen, der einmal Erfahrung mit Sekten gemacht hat, oder so wie ich, darin aufgewachsen ist.

Ich werde mir diesen Luxus leisten, solange es irgend geht. Mein Leben würde ich sicher
nicht dafür einsetzen. Wem nutzt schon ein toter Held …

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1. Februar 2016 4 Kommentare

Das heutige Deutschland ist völkerrechtlich mit dem Deutschen Reich des Jahres 1871 identisch, auch wenn sich Regierungsform und Staatsgebiet seither mehrmals geändert haben.
 
Woll’n wir unsern alten Kaiser Wilhelm wieder ham‘ …?
Ich denke, eher nicht. Zumal der damals schon lieber König von Preußen geblieben wäre.
 
Letztendlich sollte man sich jedoch seiner Geschichte erinnern dürfen, was in diesem Land durch die uns repräsentierende Politikerkaste allerdings schier unmöglich gemacht wird …
 
Keine Nation in Europa verfährt so mit ihrer Vergangenheit.
 
PS: Frankreich hat auch einmal ganz Europa mit Krieg überzogen und das Empire hat die halbe Welt unterjocht.

ICH WAR HIER

9. August 2015 15 Kommentare

Kennen Sie auch diese Mitgeschöpfe, die jedermann gänzlich ungefragt ihre zeitweilige Anwesenheit an einem beliebigen Ort mitteilen müssen? Man sieht derartige Meldungen an Bäumen und Denkmalen sehr oft.

Solch ein Exemplar im eigenen Haushalt zu beherbergen, erfordert starke Nerven.

Ein Glas wird benötigt, der Geschirrspüler wird aufgerissen … und offen gelassen.
Wer, verdammt noch mal, will einen offen stehenden Geschirrspüler sehen !?
Eine Pizza wird gebacken, die Verpackung landet in der Spüle…
Wird sie sich irgendwann verflüssigen?
Drei Halblitergläser mit 1cm Kaffeesatz, dekorativ auf dem Küchentisch drapiert …
OK, er hat genügend getrunken. Ja und?
Ich reiss‘ die Dusche aus der Wand, weil’s mir sonst auf den Kopf tropft …
Ja was erwartet er denn von einer Dusche … !?

Und so weiter und so fort …

Hallo, ich war hier …

Ich scheiß mal in die Ecke. Frauchen hat die Tüte bei …

Es ist schlicht zum auswachsen.

DOWNSHIFTING – HERUNTERSCHALTEN

17. Juni 2015 20 Kommentare

DER EINFACHE FRIEDEN

Wenn ein Gras wächst, wo nah ein Haus steht,
und vom Schornstein steigt der Rauch,
soll’n die Leute beieinander sitzen,
vor sich Brot und Ruhe auch,
und Ruhe auch.

Das ist der einfache Frieden,
den schätze nicht gering.
Es ist um den einfachen Frieden
seit Tausenden von Jahren
ein beschwerlich Ding.

Wo ein Mann wohnt, soll eine Frau sein,
dass da eins das andre wärmt,
solln sich lieben und solln sich streiten,
von der Angst nicht abgehärmt,
nicht abgehärmt.

Das ist der einfache Frieden …

Wo ein Ball liegt, soll nah ein Kind spiel’n,
das zwei gute Eltern hat,
und soll alle Aussicht haben,
ob im Land, ob in der Stadt,
ob in der Stadt.

Das ist der einfache Frieden …

Wo ein Leben war, da soll ein Tod sein
unter Tränen still ins Grab,
wo der Nachfahr manchmal hingeht
zu dem Menschen, den es gab,
den es gab.

Das ist der einfache Frieden,
den schätze nicht gering.
Es ist um den einfachen Frieden
seit Tausenden von Jahren
ein beschwerlich Ding.

Ein Gedicht von Gisela Steineckert, dass mich sehr berührt hat …

Wer es emotional noch vollkommener mag, sollte sich die vertonte Version mit der Musik von Klaus Schneider anhören: „Das ist der einfache Frieden“
(Der Text der letzten Strophe ist hier verändert – und vielleicht sogar besser: „Wo die Welt war, da soll die Welt sein und die Erde mitten drin, dass ich selber auch ein Ahne ungebor’ner Menschen bin …“)

GLÜCKSTRÄNEN – EIN GESCHENK AUS DEUTSCHLAND, IHR ERINNERT EUCH?

2. Mai 2015 5 Kommentare

GENIAL FUNDAMENTAL

7. März 2015 40 Kommentare

DIESES LAND IST VOLL von Menschen – denkfaul, fleischfressend, umweltschädlich und fremdenfeindlich. Davon ist Hortensie Immergut zutiefst überzeugt, weshalb sie getrost und in unduldsamer Duldsamkeit ihr Urteil über ihre Zeitgenossen fällen kann.

Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili hat Millionen von Menschen töten lassen, weil auch er meinte zu wissen, wie die drauf sind …

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