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ICH WAR [ … ] AUF BORNHOLM (2)

Der erste Morgen auf Bornholm, der unbekannten Insel: Die Sonne gab den Strahlemann. Frühstück also und los geht’s … – Ja wohin am Besten?

BORNHOLMSLINJEN waren in dieser Beziehung sehr fürsorglich und hatten auf der Fähre einen kleinen, aber exzellenten Reiseführer bereitgestellt. Mit dessen Hilfe versuchten wir ein erstes Tagesziel fest zu legen. Unsere Wahl fiel auf die Gegend, wo alles irgendwie ‚Hammers‘ (-hus, -haven, -knuden, -fyr) ist.

(Auf Bornholm kann man sich mit den Ausflugszielen nicht sehr vertun, weil alle Orte in maximal 30-45 Minuten erreichbar sind.)

Es ging also in entspannter Fahrt Richtung Norden die Westküste entlang, die Ostsee meist in Sichtweite, irgendwann dann links ab durch den Herbstwald und schwupps auf einen geräumigen Parkplatz. Ein paar Dutzend Schritte, dann konnten wir sie sehen, Hammershus, Nordeuropas älteste erhaltene Burg. Ein grandioser Ausblick bot sich uns, der allerdings noch von dem übertroffen wurde, den wir später von oben hatten. Die Sicht reichte bis nach Schweden.
Infotafeln auf dem Festungsgelände machten recht anschaulich, welche Funktion die jeweiligen Gebäude einmal hatten. Im neu errichteten Besucherempfang gab es zur Geschichte der Burg eine interessante Präsentation.
Hammershus war demzufolge immer ein Instrument, die Bornholmer zu beherrschen, bzw. auszupressen und dementsprechend verhasst bei den Einheimischen. Heutzutage ist es eine Attraktion und der Kaffee ist ganz ausgezeichnet im Empfangsgebäude.

Auf der Rückfahrt war uns noch nach einem kleinen Abstecher zu Jons Kapel zumute, nicht ahnend wohin das führen würde. Nachdem wir die ungefähr 150 Stufen in die Tiefe gestiegen waren, boten sich uns, wie sollte es anders sein, wieder reichlich An- und Ausblicke. Der Aufstieg gestaltete sich dann etwas schwieriger und man wurde daran erinnert, dass man mit Dreißig niemals auf halber Strecke pausiert hätte. Glücklicherweise hatte der Kiosk oben am Parkplatz geöffnet und wir konnten gemütlich bei Hotdog, Kaffee und Sonnenschein verschnaufen.

Der Tagesausklang dann in Rønne: Spareribs, Büffelfleisch, Grimbergen Double-Ambrée und Rotwein wohltemperiert …

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