WIR BRAUCHEN EIER

Du hast Feinde?
Gut.
Es bedeutet, dass du für etwas aufgestanden bist, irgendwann in deinem Leben.

Winston Churchill

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  1. 27. Dezember 2017 um 22:25

    Man muss aber nicht selbst aktiv geworden sein, denn, so Schillers Fritze, „es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

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    • 27. Dezember 2017 um 22:39

      Ich glaube, genau da liegt der Hund begraben. Es erscheint als äußerst unklug, wenn ich mir selbst die bösesten Nachbarn auf’s Gehöft hole und hoffe, aus allen Menschen werden Brüder im Geiste.
      Brüder im Fleische sind wir ja ohne Zweifel, deshalb hält diese unsere Erde auch verschiedene, von einander entfernte, Kontinente für uns bereit.

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  2. 27. Dezember 2017 um 22:57

    Ich mag nicht, was ich da zwischen den Zeilen lese. Ich lebe in Berlin, im Wedding und ich lebe dort gerne und gut mit Menschen aus allen Kontinenten. Und was das Churchhill- Zitat betrifft: Man kann auch einfach streitsüchtig sein, um Feinde zu bekommen.

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    • 27. Dezember 2017 um 23:13

      Ich verstehe dich sehr gut und kann dein Erleben mit Menschen aus vielen Ländern lebhaft nachvollziehen und auch bestätigen (Gemeinsame Arbeit, Kontakte, usw. …).
      Gerade um das zu erhalten, sollten wir Courage zeigen und Gut und Nicht gut klar benennen.

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      • 27. Dezember 2017 um 23:23

        Einverstanden. Dann hab auch wirklich die Eier, klar zu sagen, was oder wen du gut findest und was oder wen nicht.

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        • 27. Dezember 2017 um 23:39

          Ich habe mehrere Jahre lang mit jungen Leuten aus Mosambik gearbeitet, ihre Schicksale und Ansichten kennen gelernt, Bob Marley-Begeisterung erfahren und die Gewährleistung einer muslimischen Ernährung auf einen guten Weg gebracht. Allerdings habe ich auch das schlimme Gebahren von algerischen Arbeitern erlebt.
          Das, was ich meinte: Die einen sind geblieben, die anderen wurden schleunigst ausgeflogen. Will sagen, ein Staat muss seinen Aufgaben nachkommen, sonst ist ein friedliches Leben, so wie wir uns das wünschen, nicht möglich.

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          • 28. Dezember 2017 um 00:14

            Wenn hier von Dessau die Rede ist, wie ich annehme, dann erinnere ich mich auch an Vietnamesen und an Mosambikaner. Einer der Mosambikaner ist im Jahr 2000 im Dessauer Stadtpark von Rechtsradikalen ermordet worden. Die Reaktionen aus der Bevölkerung waren teilweise erschreckend – einerseits das Gutheißen dieser Tat und das Relativieren dieser Tat („Selbst schuld!“ – was fatalerweise seine Wiederholung in Reaktionen auf den Tod von Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle findet) andererseits die Alibihandlungen der Offiziellen, denen das Schicksal dieses Mannes im Grunde genommen am A… vorbeiging und die nicht müde wurden zu betonen, dass die Mörder nicht aus Dessau stammten.
            An Algerier erinnere ich mich auch, die ihr Verhalten offensichtlich nach dem oben zitierten Satz von Churchill ausgerichtet hatten.

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            • 28. Dezember 2017 um 00:28

              Die OJ Geschichte, scheinbar eine nicht endende … Man geht wohl neuerdings von einem Mann im Schatten aus. Mich würde das nicht überraschen, weil ein Sumpf ein Sumpf ist …

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        • 28. Dezember 2017 um 00:47

          Kriminell ist kriminell …
          Dazu braucht es keine Eier.
          Das sollte Konsens sein in dieser so hoch gelobten Demokratie …

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  3. 28. Dezember 2017 um 12:11

    Ok, jetzt weiß ich erstmal worüber wir reden. Und ich gebe dir Recht: Das Strafrecht setzt die Mindestgrenzen fest, an die sich in Deutschland jeder halten muss. Und wenn diese überschritten wird muss der Staat reagieren. Aber ein Grundsatz ist auch, dass die Strafe im Verhältnis zur Tat stehen muss. Und eine Abschiebung nach Afghanistan oder Syrien ist nun mal für Viele ein Todesurteil. Bei mir um die Ecke ist ein Wohnheim für Minderjährige Flüchtlinge, denen haben sie eingebleut, dass sie sich in Deutschland an die Regeln halten müssen, weil sie sonst rausfliegen. Und ich sehe die Jungs jeden Morgen, wie sie ängstlich vor der roten Ampel stehen bleiben, obwohl kein Auto kommt, während die Einheimischen nach Berliner Sitte über die Straße gehen, wann es ihnen passt.

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    • 28. Dezember 2017 um 20:35

      Es gefällt mir sehr, wenn man sich nicht Pauschalmeinungen, die andere zusammengestellt haben, um die Ohren haut. Selbst zu denken und sich gegenseitig wirklich zuzuhören, erfordert nämlich heutzutage auch, dass man „Eier“ hat. Danke.

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    • 29. Dezember 2017 um 11:18

      Eine weitere Form der Eierlosigkeit ist vor allem auch die der Abschiebeentscheider: Abgeschoben wird, wer sichs brav gefallen lässt. also „Straftäter“, die bei rot über die Ampel gingen, während so Abu Chaker Typen „nicht zweifelsfrei Herkunftsländern zugewiesen werden konnten“. Das richtige Assi-Pack bleibt uns erhalten. Inzwischen gibts ja Dok-Filme darüber, die seltsamerweise immer nur ich gesehen habe und die niemanden aufrütteln. Beispiel:
      – dieser vereinsamte schüchterne Hindu, der nach Afghanistan musste, obwohl er dort gemobbte Minderheit ist; (ich glaube, dass war mal ein „Report-Beitrag“)
      – diese Ghanaer Großfamilie aus Hessen, (Vater,Mutter 8 Kinder) 10 Jahre in Hessen, voll integriert; Aufstand der Kirchengemeinde ihres Dorfes pro Familie; die schulpflichtigen Kinder teilweise hier geboren, Bestnoten am Gym und akzentfreises Deutsch – ab nach Ghana, „die Gesetze sinn’ehm’so“. (Das war mal ein abendfüllender 90Minüter; schockierend!)
      Und andererseits spielen hier die arbeitsscheuen „unbegleiteten 30jährigen“ Katz und Maus mit desorganisierten Überprüfungsinstanzen.

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      • 10. Januar 2018 um 20:42

        Die Leute können froh sein, dass du kein Zahnarzt bist: „Heute hat er aber wieder auf’n Nerv gebohrt …“
        Die Handhabung dieser so genannten Rückführungen zeigt dem Interessierten seit Jahrzehnten, dass es bei der Migrationspolitik nicht um Menschlichkeit geht. Im Zuge des Balkankrieges wurde bereits die selbe Linie verfolgt.

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  4. Tom
    29. Dezember 2017 um 10:50

    Eia gips erst Ostern! Geduld!

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