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DER HERBST – Die hohe Zeit der Pänerte

Herbstferien stehen ins Haus. Als ich zur Schule ging hießen die auch Kartoffelferien.
Was bedeutete, dass wir Schüler uns, mehr oder weniger freiwillig, an deren Ernte beteiligten.
Just an dieser Stelle kam der Pänert ins Spiel …

Verwendet wird er überall in deutschen Landen. Diese Bezeichnung für ihn scheint jedoch ausschließlich in dem Zipfel von Sachsen-Anhalt in Gebrauch zu sein, aus dem ich stamme.
Fragt man z. B. im Brandenburgischen nach einem Pänert, ist das Mindeste auf das man stoßen wird allgemeine Verwunderung.

Dabei war er für uns das Maß für Siegen und Leiden in der Ernteschlacht: „Ich hawwe heute fümf Bähnerte jesammelt … Jetz duhn mir awwer och sämtliche Grätn weh.“ Man beachte die äußerst eindrucksvolle Mehrzahlbildung!

Ehrlich gesagt, war mir bis vor Kurzem gar nicht klar, wie man das Wort Pänert überhaupt schreibt. Doch es gibt dieses Wort und man kann seine Bedeutung auch aus der lateinischen Sprache herleiten, lat. panarum, heißt wohl übersetzt soviel wie Brot- oder Handkorb …

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